Machbarkeitsstudie: Erstellung einer Machbarkeitsstudie Klimaneutrales Karlsruhe 2050
Klimaneutrales Karlsruhe 2050
Projektlaufzeit: Januar bis Dezember 2011
1. Hintergrund
Bis zum Ende des Jahrhunderts wird eine mittlere Temperaturerhöhung für den Süden Deutschlands von 3,6 Grad gegenüber 1880 erwartet. Bereits heute beträgt der Temperaturanstieg in ganz Deutschland rund 1,0 Grad Celsius und in Karlsruhe rund 1,3 Grad Celsius. Um die Folgen des Klimawandels abzumildern, müssen die Industriestaaten auf kommunaler und nationaler Ebene heute aktiven Klimaschutz betreiben und ihre CO2-Emissionen bis 2050 um mindestens 80 % senken. Mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept für Karlsruhe wurden 2009 vom Stadtrat erste Klimaschutzziele festgelegt. Danach sollen bis 2020 der Energiebedarf und die CO2-Emissionen von Karlsruhe um jährlich 2 % reduziert sowie der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch verdoppelt werden.
Die Stadt Karlsruhe und die Stadtwerke Karlsruhe haben aktuell im Rahmen des Wettbewerbs Klimaneutrale Kommune des Umweltministeriums des Landes Baden-Württemberg die KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur mit der Erstellung einer Studie zur Klimaneutralität von Karlsruhe im Jahr 2050 beauftragt.
2. Ziele
Durch die Zusammenarbeit von Experten und Wissenschaftlern, der Bevölkerung und lokalen Akteursgruppen sowie der Stadt Karlsruhe und den SWK werden Strategien und Handlungsempfehlungen für das Stadtgebiet Karlsruhe entwickelt, die zu einer drastischen Reduktion der CO2-Emissionen und damit zum Ziel einer klimaneutralen Stadt Karlsruhe führen sollen. Unter klimaneutral wird dabei eine jährliche CO2-Emission von höchstens zwei Tonnen pro Kopf und Jahr der Bevölkerung verstanden.
Die Strategieansätze und Handlungskataloge werden informelle, technische und organisatorische Maßnahmen umfassen, die für alle möglichst kosteneffizient und akzeptabel sein sollen. Genauer betrachtet werden im Rahmen der Studie die Bereiche Mobilität, private Haushalte, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen, verarbeitendes Gewerbe/Industrie sowie Energieerzeugung und -bereitstellung.
Strategien und Maßnahmen werden auf der Grundlage von drei unterschiedlichen Szenarien untersucht, je nachdem, ob die klimapolitische und gesellschaftliche Entwicklung als Rahmenannahme in den Industrie- und Schwellenländern engagierter oder zögerlicher voranschreitet.
3. Vorgehensweise
Neben der wissenschaftlichen Analyse sollen die unterschiedlichen Akteursgruppen und Praktiker in Karlsruhe die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einzubringen und hierdurch aktiv zur Klimaneutralität Karlsruhes beizutragen.
Daher werden in fünf Workshops mit den Themenkreisen Gebäude, Industrie, GHD sowie Verkehr die Handlungsfelder und möglichen Leitprojekte diskutiert und bewertet, um einen möglichst breiten Konsens auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft Karlsruhes zu schaffen.
Ansprechpartner
Andrea Herbst, A.Herbst@irees.de
und
Felix Reitze, F.Reitze@irees.de
Projektbericht
Klimaneutrales Karlsruhe 2050:
Die Arbeiten wurden im Januar 2011 begonnen und sind mittlerweile abgeschlossen. Das Ergebnis lässt sich - ganz plakativ - so formulieren: Eine Klimaneutralität im Stadtkreis Karlsruhe bis zum Jahr 2050 ist möglich, allerdings nur unter günstigen äußeren Rahmenbedingungen und bei erheblichen weiteren Anstrengungen, die über die laufenden Aktivitäten des Klimaschutzkonzepts hinaus gehen. Wie diese zusätzlichen Anstrengungen aussehen könnten, haben die Gutachter in mehreren Leitprojekten und zahlreichen ergänzenden Maßnahmen skizziert. Für die Entwicklung dieser Vorschläge fanden während der Projektlaufzeit mehrere Themenworkshops mit ausgewählten Institutionen und Multiplikatoren in Karlsruhe statt, an denen sich fast 100 Akteure beteiligt haben. 2012
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